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Deutschlandweite Änderung bei Obst & Gemüse in allen Rewe-Märkten

Mit dem sogenannten Coating Verfahren plant Rewe eine Alternative zur herkömmlichen Plastikverpackung für Obst und Gemüse. Durch eine essbare, geruchs- und geschmacklose Schicht aus Zuckerresten, Cellulose und pflanzlichen Ölen will die Kette Plastik einsparen und trotzdem Frische gewährleisten. Durch Auftragen dieser Schicht sollen Früchte bis zu Vier mal länger haltbar sein.

Mehrweg-Innovationspreis

Den „Mehrweg-Innovationspreis“ schreiben die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) aus – bereits zum zehnten Mal. Gefragt sind dabei kreative Ideen von Produktdesignern, Flaschenherstellern, Logistikern, Getränkeunternehmen und anderen „Mehrweg-Denkenden“. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. August 2020. Ausschreibungsunterlagen und weitere Infos gibt es hier.

Gerade noch war „unverpackt“ angesagt

… jetzt ist Plastik allgegenwärtig. Hat sich das „Vermeidungsbewusstsein“ lautlos ins Homeoffice zurückgezogen? Die Deutsche Umwelthilfe fordert: „Bundestag muss überfälliges Einwegplastiktütenverbot beschließen“. Laut Pressemitteilung bekräftigte der Umwelt- und Verbraucherschutzverband (DUH) in der Sitzung des Umweltausschusses im Bundestag am 6. Mai zur Änderung des Verpackungsgesetzes die Richtigkeit und das wichtige politische Signal des Tütenverbots. Über das Plastiktütenverbot stimme im nächsten Schritt der Bundestag ab. Mehr dazu

Österreichs größte Molkerei Berglandmilch steigt komplett auf Mehrweg-Milchflasche um

Österreichs größte Molkerei Berglandmilch bietet in Kooperation mit Greenpeace wieder Milch in der Ein-Liter-Mehrwegflasche an. Damit gibt es laut der Molkerei erstmals seit rund 20 Jahren wieder österreichweit im Handel Milch in der Mehrweg-Glasflasche – 5 Mal wiederbefüllbar. Die bisherigen Einweg-Glasflasche stellt das Unternehmen völlig ein. 

Erster Discounter mit 50 Prozent Mehrweg

Netto bietet nach eigenen Angaben als erster Discounter 50 Prozent seines Getränkesortiments in Mehrwegflaschen an. Als Testimonial für seine Kapagne nutzt das Unternehmen Giovanni Trapattoni, bekannt für seine legendäre „Flasche-leer-Rede“. 

Höchste je gemessene Konzentration von Mikroplastik

Untersuchungen einer europäischen Forschergruppe im Tyrrhenischen Meer zwischen Sardinien, Sizilien und dem italienischen Festland haben extreme Konzentrationen von Plastikpartikeln gezeigt. Die Experten fanden heraus, dass bodennahe Strömungen die Ablagerung von Mikroplastik beeinflussen. Laut Medienberichten enthielt eine Probe eine Konzentration von 1,9 Millionen Partikeln pro Quadratmeter. Das soll weltweit der bisher höchste je in einem Tiefseeboden gemessene Wert sein.

Bio-Lebensmittel und -Getränke legen um fast 10 Prozent zu

2019 gaben die Deutschen knapp zehn Prozent mehr für Bio-Lebensmittel und -Getränke aus. Insgesamt waren es 11,97 Milliarden Euro. Alle Vertriebswege lagen im Plus: Naturkostfachhandel, Discounter, Vollsortimenter und Direktvermarkter. Vieles dasvon – aber noch längst nicht alles – kommt ohne Plastikverpackung aus.

Umweltverbände: Forderungskatalog gegen Plastik

Umweltverbände haben einen Forderungskatalog gegen Plastik vorgelegt. Das Bündnis aus Greenpeace, BUND etc. verlangt klare Regeln und Vorgaben, um Plastikproduktion und -verbrauche zu reduzieren.

Zuwachsraten bei umweltfreundlichen Glas-Mehrweggebinden

Eine stark steigende Nachfrage nach umweltfreundlichen Glas-Mehrweggebinden spürt die HassiaGruppe, zu der u. a. die Marke Bionade gehört. Sie verzeichnet „zweistellige Zuwachsraten“.

App „Replace Plastic“

„Küste gegen Plastik e. V.“ und die Initiative „Hachenburg Plastikfrei“ informiert über die kostenlose App „Replace Plastic“. Damit lassen sich Barcodes von Plastikverpackungen scannen. Der Verein bekommt einen automatischen Hinweis, sammelt die Infos und leitet das Feedback an Hersteller weiter.

Kaugummi ohne Plastik

Viele Kaugummis sind pures Plastik. Keine schöne Vorstellung für den „Kauer“. Und schlecht für die Umwelt sowieso. Das Kölner Social Start-up „Forest Gum“ hat eine gute Idee ohne Genussverzicht: Seine Dragées ohne Zucker und Plastik sind biologisch abbaubar. Die Kaumasse besteht laut dem Unternehmen aus dem Saft des Chicle-Baums. Mehr dazu

Enzym soll Plastik zerlegen

Forscher aus Toulouse haben ein plastikzerlegendes Enzym entwickelt: Es soll innerhalb von zehn Stunden 200 Gramm PET zerlegen können. Dies wollen die Wissenschaftler wiederum zur Herstellung von hochwertige Plastikflaschen nutzen.

Mittelmeermüll stammt zu 50 Prozent vom Tourismus – Balearen arbeiten an Vermeidung

50 Prozent des Mülls an Mittelmeerstränden stammt vom Tourismus – der größte Teil davon ist Plastik. Das zeigt eine aktuelle Studie im Auftrag von MED Blue Islands. Die Balearen arbeiten bereits an einer Verbesserung. U. a. unterstützen sie Hotels in Plastikvermeidungsstrategien. Ziel ist es, das Volumen bis 2030 um 20 Prozent zu verringern. Außerdem wollen die Inseln die Recyclingquote in den nächsten zehn Jahren auf 65 Prozent steigern.

Kein Mikroplastik heißt nicht plastikfrei

Ohne Mikroplastik ist nicht automatisch plastikfrei. Die Zeitschrift Ökotest weist darauf hin, dass auch in Körperpeelings ohne Schleifteilchen aus Mikroplastik Silikone und synthetische Polymere stecken können. Der Blick auf die Inhaltsstoffe lohnt sich daher grundsätzlich.

Supermarkt ermöglicht Einkauf mit mitgebrachten Behältnissen

Kaufland-Kunden haben nun in allen Filialen die Möglichkeit, eigene Behälter für den Einkauf an der Frischtheke mitzubringen. Das Unternehmen führt dafür ein „Frischetablett“ ein. Der Kunde stellt sein Behältnis auf das Tablett und reicht es über die Theke. Ein Mitarbeiter nimmt es an, befüllt die Dose und wiegt ab. Den Kassenbon befestigt der Kunden selbst am Behälter. Auf diese Weise hält der Supermarkt die Hygienevorschriften ein. Andere Supermärkte bieten ähnliches an. Der Verbraucher profitiert doppelt: kein Umpacken und weniger Müll.

Studierendenwerk fördert Mehrweg

Das Studierendenwerk Bielefeld bietet überall Mehrweg-Pfandbecher an. Salat, Müsli etc. gibt es in Weckgläsern – wiederverwertbar.

Sechstklässler gegen Kunstoffverpackungen

Eine sechste Klasse aus Unterhaching hat beim Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung mit der Projektarbeit „Kunststoffverpackungen – Nein danke?!“ gewonnen. Zur Belohnung gibt es Klassenfahrt nach Leipzig.